Schon wieder das Ego…

Das Ego oder auch niedere Selbst ist in der spirituellen Szene oft eher unbeliebt.
Man strebt nach den Erkenntnissen des höheren Selbst, wohl auch, weil es dort so etwas wie Existenzängste und Unsicherheiten scheinbar nicht gibt und es das Leben vermeintlich angenehmer macht. Es geht um Ganzheit, so sein zu wollen, wie man selber wirklich ist, die eigene Seele voll zu entfalten. An sich ein toller Wunsch! Ein Weg muss her in diese rundum glückliche, sichere Welt des höheren Selbst, dass alle Antworten kennt. Also losmeditiert, dann ab zur Yogastunde, direkt hinein in den „Vegan essen“-Kurs, weil die Ernährung den Kontakt wohl maßgeblich beeinflusst, nicht mehr Werten, keine Bedürfnisse haben, nur noch lieben. Vergessen wird dabei, dass das Ego zur Ganzheit dazu gehört. Was der Highway zum Glück und sich selbst sein sollte, wird dann nicht selten eine rasende Kamikazeflucht vor dem irdischen sein, die irgendwo im Nirgendwo endet.
Das Ego, das arme Kerlchen, wird dabei völlig unterschätzt.
Wir sind beides – geistig, seelische Wesen und körperlich inkarnierte Menschen.
Wir brauchen den Kontakt nach oben zu unseren spirituellen Wurzeln genau so, wie die Wurzeln hier auf dieser Erde zu unserer Erdmutter.
Während uns das höhere Selbst die Infos und Führung zur Verfügung stellt, um unseren Seelenplan und die Bedürfnisse unserer Seele wahrnehmen zu können, ist uns das Ego die sichere Landkarte was wir ganz praktisch hier auf der Erde brauchen und wo es fehlt. Es zeigt uns den Ansatz, um die spirituellen Dimensionen auch umsetzen zu können. Wo unser Körper leidet, da leiden wir insgesamt. Das ist ja gerade die Herausforderung die Weite unseres geistigen Ursprungs im beschränkten körperlichen Menschenkörper umzusetzen. Wenn wir reine seelische Wesen sein wollten, bräuchten wir nicht zu inkarnieren und Erleuchtete, die es bereits zu Lebzeiten geschafft haben, wieder rein seelische Wesen zu sein, tun das in der Regel auch nicht mehr.
Es ist das Ego, dass uns zeigt, dass es jetzt Zeit ist sich abzugrenzen, um bei sich selbst bleiben zu können.
Es ist das Ego, dass uns durch Angst, Neid und Unwohlsein zeigt, wo ein Mangel herrscht, der behoben werden sollte.
Es ist das Ego, das uns erlaubt zu werten, um den richtigen Weg für uns zu finden.
Und das ist gut so!
Einen eigenen sicheren Standpunkt und eigene Werte zu haben, ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je!

Das Ego ist ein gleichberechtigter Teil von uns. Wenn wir unser Ego, unser Ich, verlieren, verlieren wir uns selbst.
Das Ego ist unser Kompass auf dem Weg zurück nach Hause zu uns selbst, das es Wert ist gehört zu werden, anerkannt zu werden und mit dem wir zusammenzuarbeiten müssen, wenn wir glücklich sein/werden wollen.
Ein „Daumen hoch“ und „gefällt mir“ für das Ego. 😉

# Sinnfragen 1 

Manchmal sind in einer Zeit bestimmte Fragen für uns besonders wichtig, weil wir uns mit bestimmten Stimmungen und Strömungen auseinandersetzen. Ich will heute einfach mal eine Frage in den Raum werfen, deren Antwort du für dich immer wieder nachspüren kannst, um dich selbst kennen zu lernen und Lösungen zu finden wo du sie brauchst. 

Was bewegt dein Herz?
Wo und wann spürst du dich? Wo und wann nicht?  

Der kleine Hausaltar

Der kleine Hausaltar ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Auf einer niedrigen Kommode in meinem Praxisraum hat er seinen festen Platz gefunden und begleitet mich durchs Leben. Dort Meditiere und Chante ich, feiere Rituale, Böthe und Bespreche suche meine Mittelchen zusammen, die ich in der Praxis brauche, unterhalte mich mit meinem Schutzengel und anderen feinstofflichen Helfern und führe andere wichtige Bestandteile meines Heilerinnenlebens aus.
Wie eine Hausapotheke gehört so ein Ort in jeden Haushalt.
Er dient nicht nur als „Arbeitsstätte“ für spirituell oder heilerisch Tätige, sondern auch als fester Bezugspunkt zu den helfenden und schützenden Wesen um uns herum. Es braucht nicht zwingend die großen Rituale. Immer wieder kurze Gedanken oder ein paar Atemzüge voll Aufmerksamkeit für sich selbst und die Umgebung reichen, um ihn lebendig werden zu lassen. Er ist gleich einem Fenster, das wir öffnen können, um Schutz und Hilfe zu uns einzuladen. Ich komme mit all meinen Bitten und Sorgen dort hin und stelle auch gerne immer wieder ein kleines Schälchen mit Mehl ab, zünde ein gutes Räucherstäbchen an oder bringe frische Blumen mit, um meinen Helfern für Ihre Unterstützung zu danken. Die Zwischenwelt schätzt es, wenn wir nicht nur nehmen, sondern auch geben. Bei Unwettern oder Gewittern, zünde ich die Kerze an und bitte um Segen und Schutz. Situationen im Alltag gibt es viele, bei denen er hilfreich und wohltuend ist und jeder wird selbst aus dem Bauch heraus am besten finden, was die persönlichen Wesen mögen, wozu sie anregen oder wann man einfach gerne dort ist. Je mehr wir diesen Kontakt pflegen und je öfter wir uns dort aufhalten um einfach schöne Dinge zu tun, desto mehr ziehen wir uns an positiver Energie und helfenden Wesen in unser Leben, die uns im Ernstfall unterstützen und führen. Ich konnte feststellen, dass ich dort besonders gute Einfälle habe und mich automatisch wohlfühle. Wir schaffen einen Raum mit schön schwingender Energie, in dem sie sich wohl und willkommen fühlen. Der Blick auf die hübsch eingerichtete Ecke erinnert uns auch in stressigen Situationen, dass wir nicht alleine, sondern von liebevollen Wesen umgeben sind. Nicht zu letzt ist es zudem ein Ort, an dem wir auch das göttliche in uns selbst immer wieder bewusst werden lassen können und uns selbst ehren. Hier dürfen wir einfach wir selbst sein.
Natürlich, können wir den Kontakt zu unserem Schutzengel und den anderen Wesen auch an jedem anderen Ort aufnehmen. Dennoch finde ich es schön, wenn wir zu Hause eine ganz besondere Stelle dafür haben.

Die „Grundbausteine“ für den Altar beinhalten folgende Dinge:
Als Symbol für die vier Himmelsrichtungen und Elemente
– Ein Schälchen mit Erde (Westen – Erde)
– Ein Schälchen mit frischem Wasser (Norden – Wasser)
– Ein Räuchergefäß (Osten – Luft)
– Eine Kerze (Süden – Feuer)
In die Mitte:
– Eine schöne Figur (Engel, Elfe, und Co.), die unsere Wünsche symbolisch weiter transportiert
Diese sollte höher sein, als die anderen vier Gegenstände. Falls dem nicht so ist, kann man sich auch eine kleine Erhöhung bauen.
Die „Stellvertreter“ für die Elemente und Himmelsrichtungen müssen nicht zwingend real geographisch richtig stehen. Wichtig ist nur, dass sie alle vorhanden sind.
Bei der individuellen Ausgestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und jeder kann nach eigenem Geschmack variieren.
Dazu kommen bei mir z.B. noch diverse andere Gegenstände, Blumen und Steine, die mir wichtig sind und/oder einfach schön aussehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Einrichten und hoffe Ihr habt viele schöne Erfahrungen damit! 🙂

Tagesrune „Eihwaz“

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Wörtlich übersetzt bedeutet Eihwaz oder Ehwaz „Eibe“ und repräsentiert den Eibenbaum. Sie gilt als eine der mächtigsten Runen. Die Eibe gilt sowohl als besonders langlebiger Baum, als auch als besonders giftig. Sie vereint also die Kräfte des Todes und des Lebens. Was in der Bedeutung der Rune paradox erscheinen mag, erklärt sich, wenn man sich vor Augen führt, dass Raum für Neues und Regeneration entsteht, wo altes beendet wird.

Bedeutungen:

  • Kräfte des Lebens, des absoluten Überlebenswillens und der Regeneration
  • Kraft des Todes, des Loslassens und Beenden von altem
  • Symbolisiert das Jetzt als stabile Verbindung von Vergangenheit und Zukunft
  • Bezug zur Wirbelsäule – Sich beugen können ohne zu brechen / Beweglichkeit mit festen Wurzeln
  • Heilungsrune – Gibt Kraft
  • Hilft zu schnellen Lösungen, wo schnelle Erfolge gebraucht werden (Jobsuche, Wohnungssuche, etc.)
  • Hilft Ziele zu erreichen
  • Gegen Spannungen – schafft Gegensätze zu vereinen
  • Schutz und Verteidigung
  • Weisheit
  • Hilft Erkenntnisse zu Leben und Tod zu erlangen
  • Erleichtert die Kontaktaufnahme mit Ahnen und der spirituellen Welt

Was die Rune für dich persönlich bedeutet und wobei sie dir hilft, kannst du erspüren, indem du Sie dir zunächst ansiehst, nach einer kurzen Zeit die Augen schließt und wahrnimmst, was dir in Bezug zu dem Runenbild durch den Kopf geht. Über den Körper lassen sich Runen erspüren, indem man Versucht sie körperlich nachzustellen und dann in den Körper fühlt. Das kann groß mit dem ganzen Körper geschehen oder auch nur mit den Fingern.

Wenn du magst, schreib gerne einen Kommentar wie du die Rune empfindest oder was du dazu denkst. Darüber würde ich mich freuen! 🙂

Das „Lakshmi“-Mantra und der Geldsegen

Mantra ist ein Begriff aus dem Sanskrit und bedeutet wörtlich „Instrument des Denkens, Reden“.
Es gibt sowohl gesungene als auch gesprochene Mantren, die in der Wiederholung ihrer oft uralten Wortfolge bestimmte Energien, wie z.B. Heilung und Wohlstand, in unser Leben ziehen sollen. Die Wirkung der Mantras beruht auf der harmonisierenden Wirkung ihrer Klänge und Rhythmen auf unsere Gedanken, Gefühle und Taten. Sie können Blockaden lösen und uns für neue positive Sichtweisen öffnen. Zudem hat man festgestellt, dass beim rezitieren Nervenzentren stimuliert werden, die positive chemische Veränderungen im gesamten Körper bewirken. Traditionell wird ein Mantra 108 mal wiederholt. Wer nicht selber zählen will, kann eine sogenannte „Mala“ zu Hilfe nehmen. Die Gebetskette besteht aus 108 Perlen und einer zusätzlichen „Guruperle“, die nicht mitgezählt wird und nur das Ende eines 108er Zyklusses anzeigt. Schafft man keine 108 Wiederholungen empfielt es sich trotzdem im zugrundeliegenden 3er Rhythmus zu bleiben und ein Vielfaches von 3 und 9 zu rezitieren.
Soll ein Mantra dauerhaft im eigenen Körper-Seele-Geist-System mit seiner Energie bestehen bleiben, so ist es wichtig es über mindestens 40 Tage zu wiederholen.

Lakshmi ist die hinduistische Göttin für Glück, Liebe, Schönheit, Gesundheit, Reichtum und Wohlstand. Deshalb wird das Lakshmi-Mantra oft auch dann rezitiert, wenn ein Geldsegen und eine positive Veränderung der finaziellen Situation gewünscht ist. Es öffnet uns für unseren eigenen Erfolg und hilft dabei sich selbst zu Erlauben reich zu sein. Im Netz findet man verschiedene Varianten, Erklärungen und YouTube-Videos.
Zwei mögliche Varianten sind:
„Om Shreem brzee namaha“
Brzee wird Brise gesprochen.
und
„Om Shreem Mahalakshmijey Namah“
„Ich grüße die im Herzen wohnende Große Lakshmi. Mögest du deinen Segen über mich ergießen.“

Beide laden die Göttin Lakshmi mit ihren positiven Eigenschaften ins Leben ein.
Shreem ist der Urlaut für das Prinzip der Fülle, das durch die Göttin Lakshmi personifiziert wird.
Maha bedeutet „groß“, in Quantität und Qualität.

Ich wünsche viel Spaß und Erfolg beim ausprobieren! 🙂