Die Eule auf meiner Schulter

Eine Eule sitzt auf meiner Schulter und schaut mir beim Schreiben auf die Finger.
Mein „Heilerin sein“ wandelt sich.
Das spüre ich in den letzten Tagen.
Es bekommt eine andere Tiefe und andere Orte.
Es wird größer.
„Wieso bist du gerade jetzt da“, frage ich den gefiederten Besuch aus der Anderswelt.
„Weil du mich brauchst“, ist die klare und sehr logische Antwort auf meine Frage.
„Wobei genau unterstützt du mich gerade, lieber Freund?“
„Du musst durch die Nacht. Deine Seele öffnet sich langsam aber beständig für ihr wahres Sein. Ich weiß, wie man in der Nacht den klaren, fokussierten Blick behält“, erklärt mir der Begleiter daraufhin weiter.
In der Tat fällt es mir in den letzten Tagen oftmals nicht leicht den Überblick zu behalten, wenn die Angst mich überrollt.
„Deine Beziehungen verändern sich, der alte Schmerz bricht auf, einiges geht zu Ende, vieles beginnt neu. Das schmerzt dich, aber es ist die Kraft, die daraus frei wird, die dich zu deiner Bestimmung führt.“
Ich verstehe, auch wenn ich gerade selbst nicht weiß, wohin alles führen wird. Es tut gut, die liebevolle Präsenz der Eule an meiner Seite zu spüren. Eine Beziehung hätte ich lieber nicht auf die Art und Weise verloren, wie es gerade geschieht. Andererseits fühle ich sehr genau, dass sie in der aktuellen Form nicht mehr weitergehen kann. Sie funktioniert nur, wenn ich mich selbst darin verrate. Ich darf nicht wirklich ich sein und sie überschreitet meine absoluten Grenzen. Dazu bin ich nicht mehr bereit. Vielleicht gibt es einen Neunanfang irgendwann…
Die Eule streichelt mir mit dem Flügel zart über den Kopf. „Du hast den Kontakt zu uns. Wir werden dich begleiten. Sei dir sicher“, tröstet sie mütterlich, während ich mich in Gedanken anschmiege.
Stumm genieße ich die Eulenenergie um mich herum und lasse mich ein Stück durch die Lüfte tragen.
Unsere Seelentiere sind wertvolle Begleiter. Sie zu entdecken ist ein Schatz. Mit ihrer Führung heilen Sie und bringen uns auf den Weg, unserer Bestimmung.

Schon wieder das Ego…

Das Ego oder auch niedere Selbst ist in der spirituellen Szene oft eher unbeliebt.
Man strebt nach den Erkenntnissen des höheren Selbst, wohl auch, weil es dort so etwas wie Existenzängste und Unsicherheiten scheinbar nicht gibt und es das Leben vermeintlich angenehmer macht. Es geht um Ganzheit, so sein zu wollen, wie man selber wirklich ist, die eigene Seele voll zu entfalten. An sich ein toller Wunsch! Ein Weg muss her in diese rundum glückliche, sichere Welt des höheren Selbst, dass alle Antworten kennt. Also losmeditiert, dann ab zur Yogastunde, direkt hinein in den „Vegan essen“-Kurs, weil die Ernährung den Kontakt wohl maßgeblich beeinflusst, nicht mehr Werten, keine Bedürfnisse haben, nur noch lieben. Vergessen wird dabei, dass das Ego zur Ganzheit dazu gehört. Was der Highway zum Glück und sich selbst sein sollte, wird dann nicht selten eine rasende Kamikazeflucht vor dem irdischen sein, die irgendwo im Nirgendwo endet.
Das Ego, das arme Kerlchen, wird dabei völlig unterschätzt.
Wir sind beides – geistig, seelische Wesen und körperlich inkarnierte Menschen.
Wir brauchen den Kontakt nach oben zu unseren spirituellen Wurzeln genau so, wie die Wurzeln hier auf dieser Erde zu unserer Erdmutter.
Während uns das höhere Selbst die Infos und Führung zur Verfügung stellt, um unseren Seelenplan und die Bedürfnisse unserer Seele wahrnehmen zu können, ist uns das Ego die sichere Landkarte was wir ganz praktisch hier auf der Erde brauchen und wo es fehlt. Es zeigt uns den Ansatz, um die spirituellen Dimensionen auch umsetzen zu können. Wo unser Körper leidet, da leiden wir insgesamt. Das ist ja gerade die Herausforderung die Weite unseres geistigen Ursprungs im beschränkten körperlichen Menschenkörper umzusetzen. Wenn wir reine seelische Wesen sein wollten, bräuchten wir nicht zu inkarnieren und Erleuchtete, die es bereits zu Lebzeiten geschafft haben, wieder rein seelische Wesen zu sein, tun das in der Regel auch nicht mehr.
Es ist das Ego, dass uns zeigt, dass es jetzt Zeit ist sich abzugrenzen, um bei sich selbst bleiben zu können.
Es ist das Ego, dass uns durch Angst, Neid und Unwohlsein zeigt, wo ein Mangel herrscht, der behoben werden sollte.
Es ist das Ego, das uns erlaubt zu werten, um den richtigen Weg für uns zu finden.
Und das ist gut so!
Einen eigenen sicheren Standpunkt und eigene Werte zu haben, ist gerade in der heutigen Zeit wichtiger denn je!

Das Ego ist ein gleichberechtigter Teil von uns. Wenn wir unser Ego, unser Ich, verlieren, verlieren wir uns selbst.
Das Ego ist unser Kompass auf dem Weg zurück nach Hause zu uns selbst, das es Wert ist gehört zu werden, anerkannt zu werden und mit dem wir zusammenzuarbeiten müssen, wenn wir glücklich sein/werden wollen.
Ein „Daumen hoch“ und „gefällt mir“ für das Ego. 😉

Der Heiler hat immer Recht!?

Der Heiler hat immer Recht.
Er besitzt besondere Fähigkeiten, die andere Menschen nicht haben und die er zusätzlich noch jahrelang besonders trainiert und geschult hat. In die Ausbildung hat er oft viel Zeit und Geld investiert. Er sieht in die Aura, spürt Energien, kann mit Wesen aus der geistigen Welt kommunizieren, erhält Führung und Anleitung von seinen Geisthelfern und hat besondere Kräfte die es Ihm erlauben die Selbstheilung seines Klienten anzuregen. Gute Gründe von sich selbst mehr, als überzeugt zu sein.
Jemanden der derart Begabt ist und derartige Fähigkeiten hat, hinterfrägt man in seinen Aussagen doch nicht! Oder doch!? Immerhin darf man dankbar sein, dass einem diese Botschaften übermittelt wurden. Oder etwa nicht!?

Die Einleitung ist bewusst etwas provokant gewählt, da ich an dieser Stelle gerne zum nachdenken anregen möchte.

Ich bin Heilerin aus Leidenschaft.
Ich lebe und liebe diese Tätigkeit aus vollem Herzen.
Ich bin dankbar für die wundervollen Fähigkeiten, die mir gegeben sind.
Und für das medizinische Grundwissen, das ich gelernt habe.
Ich bin dankbar für das Vertrauen, dass meine Klienten mir schenken.
Ich bin dankbar für jeden kritischen Klienten, der meine Aussagen für sich nachspürt und überprüft und damit zeigt, dass er bereit ist auch sich selbst zu trauen.
Ich freue mich über die kleinen und großen Erfolge, die ich täglich als Lohn für die gemeinsame Arbeit mit den Klienten sehen darf!

Immer wieder erlebe ich es, dass Menschen vor mir sitzen, für die ich nicht die erste Heilerin bin, die Sie aufsuchen. Sie erzählen mir z.B., dass Herr/Frau XY gesagt hat, dass Sie nur wieder gesund werden, wenn sie jetzt sofort etwas bestimmtes tun oder sich von etwas bestimmten trennen. Dass sie die Ursache für ein Problem ganz klar in einer bestimmten Situation/Verhalten erkennen. Dass Ihre Aura an einer bestimmten Stelle einen schwarzen Fleck habe und das für etwas schlechtes stehe. Oder die eigene Wahrnehmung der Klienten wird völlig untergraben, weil Herr und Frau Heiler XY ja viel besser spüren, welche Wesen da um jemanden herum sind, etc. Das Bauchgefühl klopft vielleicht an und rumort, aber Herr und Frau XY wissen es ja bestimmt besser, als sie selbst.
Derartige Erfahrungen hinterlassen dann eine Not, weil der/die Klientin nicht wissen, wie sie nun damit umgehen sollen. Die „Bilder“ die vermittelt wurden lassen sich nicht integrieren. Das Verhalten kann nicht so geändert werden, wie es vorgegeben wurde. Situationen lassen sich nicht so einfach abschließen. Was da erzählt wurde macht Angst. Die Ratschläge werden teils verzweifelt Versucht umzusetzen, doch das führt nicht zu einer Lösung des ursprünglichen Problems, sondern führt sogar noch zu einer Verschlimmerung. Die Scham kommt dazu, dass man das einfach nicht hinkriegt und zu schwach dazu ist. Besonders gefährlich wird es, wenn der Heiler XY auch noch damit spielt, alle Verantwortung abwehrt und das nicht funktionieren seiner Ratschläge, als Unvermögen des Klienten deutet.
Bis die Klienten sich trauen sich Hilfe für diese Nöte zu holen und so mutig sind eine „Zweitmeinung“ einzuholen dauert es oft.

Liebe Klientinnen,
Heiler sind Menschen!
Alle!
Genau wie Ihr.
Mit Fehlern und Schwächen.
Je nach Fähigkeiten, Begabungen und Ausbildungen haben HeilerInnen die Möglichkeit Impulse zu geben, die die Selbstheilungsfähigkeiten anregen.
Wenn sich etwas nicht gut für euch anfühlt, ist es nicht gut.
Der best-gemeinte Heilimpuls kann nicht Heilen, wenn er wieder zu einer Blockade führt, weil irgendetwas daran nicht stimmig ist und euer Bauch rumort oder anderer Meinung ist.
Bei einem guten Heiler, ist es möglich darüber zu sprechen und das zu klären ohne dabei ein schlechtes Gefühl vermittelt zu bekommen oder in irgendeiner Art und Weise Druck oder Zwang zu verspüren. Schon gar nicht sollen Aussagen oder Teile der Anwendungen Angst machen!
Wenn das der Fall ist – Hände weg!
Und sich bei Bedarf Hilfe holen!
Ein guter Heiler/Heilerin wird es begrüßen die innere Stimme seiner KlientInnen hören zu dürfen, das entgegengebrachte Vertrauen wertschätzen und respektvoll sein weiteres Tun daran ausrichten. Er/Sie ist nicht abgehoben und schwebt in anderen Welten, sondern besitzt eine gesunde Bodenhaftung!
Wie soll jemand der dauerhaft in einer anderen Welt schwebt, jemandem helfen, der in dieser lebt!?
Ich bitte meine Klienten in der Regel darum mir ihre Gefühle und Wahrnehmungen während einer Anwendung rückzumelden, dass wir darüber reden können und gegebenen Falls eine Lösung finden, wenn etwas nicht stimmig sein sollte. Die Heilimpulse müssen individuelle den Menschen angepasst werden und nicht umgekehrt. Genau so, wie die Geschichte jedes einzelnen Menschen unterschiedlich ist, so ist es auch der Weg der Heilung.

Euer Bauch hat, was euere Heilung betrifft, immer recht!
Nicht der Heiler oder die Heilerin und keine andere Person dieser Welt!
Sie dürfen euch lediglich das Werkzeug reichen, das ihr gerade braucht.

Naturwesenorakel 03.10.2016 – 09.10.2016


Hallo Ihr Lieben,
heute hatte ich Lust wieder einmal Naturgeister-Karten zu legen und mein Reading für euch hier einzustellen, welche natürlichen Strömungen uns in der Woche vom 03.10.2016 – 09.10.2016 erwarten werden.
Wenn man direkt auf das Kartenbild klickt, wird es noch etwas größer. Auf dem Foto sind die 5 Hauptkarten, die ich gezogen habe zu sehen. Bevor du meine Deutung liest, gehe ruhig einmal kurz in dich, atme tief durch und lass das Kartenbild auf dich wirken. Vielleicht stellen sich neben meinen Ausformulierungen hier, Assoziationen bei dir ein, die ganz persönliche Informationen zu der kommenden Woche für dich beinhalten.
Viel Spaß beim Lesen und beobachten! 🙂

Auf der feinstofflichen Seelenebene geht es diese Woche sehr tief. Die Meerjungfrauen verbinden uns mit den Tiefen unseres Seins. Ihre Botschaft ist die Emotion. Sie zeigen uns unsere Gefühle, sowohl die bereits bewussten, als auch die, die bislang in unserem Unbewussten vergraben sind und fördern den Kontakt zu unserer Intuition. Auch deshalb lassen sich mit ihnen bislang unentdeckte Potenziale erschließen, die in dir wohnen, dich ausmachen und gelebt werden wollen. In dieser Woche ist es wichtig, sich um die weiblichen, sinnlichen Aspekte in dir zu kümmern und bewusst auf die innere Stimme und das Bauchgefühl zu achten. Glück und Freude können wir jetzt besonders intensiv genießen. Durch den tiefen Kontakt mit ursprünglichen Emotionen kann es schon mal unangenehm werden, aber keine Angst! In ihnen steckt zugleich dein größtes Potenzial, dass nun wieder frei wird und nach dem Betrauern und Heilen alter Wunden großen Segen für dich bringt.

Auf der emotionalen Ebene begegnet uns das Einhorn. Es kommt mit seiner reinen Energie und voller Liebe zu uns. Alte Gefühle können sich beruhigen und Frieden finden. Es ist wichtig, dass du dein Herz dir und anderen gegenüber (wieder) öffnest. Die alten Verletzungen können nun angenommen werden und in einem Gefühl der Geborgenheit heilen. Hab keine Angst, dass deine Öffnung zu neuen Verletzungen führen könnte, die du nicht noch einmal erleben willst. Die liebevolle Energie der Einhörner sorgt dafür, dass du beschützt bist und dass du mit deiner Umwelt umgehen lernst. Sie lässt dich deine reinen Gefühle sehen, das was du wirklich willst. Es ist an der Zeit sich nicht länger selbst zu bestrafen und in der emotionalen Einsamkeit zu bleiben. Sie zeigen dir, dass du gut bist, wie du bist und dass du es verdient hast geliebt zu werden. Es gibt nichts zu verzeihen und du bist an nichts schuld. Gehe diese Woche bewusst aufrecht. Auf dem Rücken der Pferde kommst du nun in deinen persönlichen Bereichen und den Dingen die dein Herz berühren schneller voran.

Auf der geistigen Ebene begleitet uns Mutter Erde. Verstand, Denken und Logik bekommen so die nötige Bodenhaftung. Sie schenkt uns das feste Fundament, auf dem wir sicher bauen können. Alles was wir zum Leben brauchen hält sie bereit. Sie schafft es die unterschiedlichsten Dinge sinnvoll zu verbinden. Atme diese Woche immer wieder bewusst durch, spüre deine Füße auf dem Boden und nimm dir diesen kurzen Moment der Auszeit. Ob du gerade lernst, Ideen entwickelst, über etwas nachdenkst oder dir Sorgen machst, das Atmen wird dir helfen die Vorstellungen deines Geistes auf dieser Welt zu leben, sie auch ausdrücken zu können und deine Gedanken zu beruhigen. Die Erde ist Mutter. Sie gibt dir den Rückhalt und die Stabilität, die du jetzt brauchst. Achte auch auf deinen Körper! Er ist Erde. Dein Geist kann noch so fit sein, er ist auf die Intaktheit und Unversehrtheit seines Körperhauses angewiesen, um seine Potenziale leben zu können.

Die sichtbare Ebene, bzw. das was in deine Leben nun sichtbar wird, wird von Neptun & Lunara repräsentiert. Neptun und Lunara sind eng mit dem Gefühlselement Wasser verbunden. Wasser ist lebensnotwendig. Achte auf eine ausreichende Versorgung mit reinem Wasser. Gibt es Stauungen oder Blockaden in deinem Körper? Wo können die Gefühle nicht frei fließen? Das Element Wasser ist dem Gefühlsbereich zugeordnet. In deinem Leben zeigen sich die Auswirkungen deiner Gefühle und Emotionen, sowohl der bewussten, als auch der unbewussten. Deine Träume können dir Auskunft darüber geben, was im Alltag zu kurz kommt. Die ungesehenen „Geister der Nacht“ lassen uns oft Dinge tun, denken oder fühlen, für die wir im Alltag keine Erklärung finden. Aus Angst schauen wir oft nicht genau hin, obwohl viele von Ihnen dann einfach als harmloser Schatten verpuffen. Es ist Zeit diesen Schreckgespenstern bewusst zu begegnen. Neptun und Lunara helfen uns nun dabei, die Hintergründe aufzudecken.

Energie, Kraft und Wandlungspotenziale bringt uns in der nächsten Woche die Hüterin der Edelsteine. Mineralien und Elemente sind wichtige Bausteine unseres gesunden Körpers. Eine gesunde Nährstoffversorgung bringt uns gut durch stressige Zeiten. Besitzt du bereits besondere Steine, so kann es sein, dass sie dir in dieser Woche weiter helfen. Du kannst sie bei dir tragen oder direkt auf deinen Körper auflegen. Steine besitzen eine sehr stabile, dichte Energie. Dieses Kraftfeld wirkt in den nächsten Tagen auf dich, unabhängig davon, ob du selber welche besitzt oder nicht. Ihre Energie mag manchmal nicht sehr beweglich oder schwer erscheinen, aber ist sie nicht eigentlich nur Zielgerichtet? Sie ist in der Lage Halt zu geben. Halte inne. Wenn du in einer Situation unsicher bist oder dich Gefühle überwältigen, nimm dir einen deiner Steine zur Hand, z.B. einen Rosenquarz, lege Ihn auf dein Herz und beobachte einfach was passiert oder was er dir zu erzählen hat. Stell dir einmal die Farben der Kristalle vor, wie sie in allen regenbogenfarben glitzern. Zieht dich spontan ein bestimmter Stein oder eine Farbe besonders an? Stein und/oder Farben helfen dir diese Woche gut durch die Tage zu kommen. Du kannst dich, neben der direkten Anwendung, mit Ihnen verbinden in dem du immer wieder an sie denkst oder sie auch mental an den Stellen deines Körpers auflegst, die dir intuitiv wichtig erscheinen. Beobachte einfach was sich dadurch verändert.

Ich wünsche euch allen eine schöne Woche, mit vielen Gefühlen, Liebe, Heilung und Erdung! 🙂

Wenn Verletzungen verletzen

„Es sind verletzte Menschen, die andere verletzen“ 

Herkunft unbekannt

Ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen den Mut haben anzufangen ehrlich zu sich selbst und den eigenen Gefühlen zu schauen, statt ihre eigenen Verletzungen unreflektiert weiter zu geben.

Die Lüge über Lächeln, positiv Denken und Verzeihen

Nachdenklich sitze ich vor dem Pc, als ich anfange diese Zeilen zu tippen. Den ganzen Nachmittag schon kommen mir verschiedene Erinnerungen in der Sinn. Situationen in denen ich selber schwer krank war oder extrem niedergeschlagen. Ich denke darüber nach, mit welchem Rezept sich Not beenden ließe. Eine universelle Antwort gibt es wohl nicht. Wenn ich an meine früheren und aktuellen Ängste, Sorgen und Erkrankungen denke, höre ich es in meinem Herzen schreien: „Ich will ich sein! Einfach nur ich sein! Und ich will das auch zeigen dürfen!“ Aber was bedeutet das?

Ich bin in einem familiären Umfeld aufgewachsen, in dem viel Wert darauf gelegt wurde zu funktionieren und nach außen eine Fassade zu wahren, egal wie es in mir aussieht. Dem entsprechend bin ich mit meinen Gefühlen umgegangen, sofern Sie überhaupt noch spürbar wurden. Lächeln, Funktionieren, Klappe halten. Als ich vor drei Jahren körperlich schwer krank wurde, ließ sich dieses Muster noch eine Zeit lang so fortführen, bis es schließlich zusammenbrach. Ich war eigentlich dazu gezwungen Stunden abzusagen und notwendige Behandlungen an mir durchführen zu lassen, aber ich dachte nicht daran, mich von meinem Körper klein kriegen zu lassen, bis er mich irgendwann ans Bett fesselte und den Funktionsmodus mit allem was er zur Verfügung hatte beendete. Herzrythmusstörungen, Krampfanfälle, Stoffwechselentgleisungen, Entzündungen überall im Körper, Schmerzen, Ohnmacht. Entsprechend meiner Profession machte ich mich auf die Suche nach der geistig-seelischen Ursache, dessen, was mein Körper nun so vehement auzudrücken versuchte und bemühte mich sämtliche gut gemeinten Ratschläge umzusetzen. „Positiv Denken!“, „Stell dir vor, wie du wieder gesund bist!“, „Lass dich nicht hängen!“, „Lächeln, das macht gute Gefühle!“, etc.
Gesagt – getan!
Ich lächelte, dachte positiv, stellte mit vor, wie es sein wird, wenn ich wieder gesund bin und natürlich hatte ich die Ursache daran festgemacht, dass ich alte Verletzungen nicht loslassen und verzeihen konnte, was also in Angriff genommen werden musste. Nach vorne schauen!
Die Reaktionen meines Körpers waren prompt. Mit jedem „positiven“ Gedanken noch eine schippe an Schmerz und unerträglichen Symptomen oben drauf, bis ich irgendwann nicht mal mehr Essen konnte. Mehrmals landete ich im Krankenhaus. Die Medikamente schlugen nicht oder nur teilweise an und gegen viele reagierte ich allergisch. Ich kämpfte um mein Leben.
Die Rettung brachte eines Tages meine beste Freundin, als ich vor Zorn, dass meine Bemühungen so gestraft würden und nicht fruchteten, voll Verzweiflung weinend mit ihr telefonierte.
„Meinst du nicht, dass du mal aufhören solltest vor deiner Erkrankung und vor dir selbst wegzulaufen?“
Nicht gerade das, was ich hören wollte und erwiderte entsprechend gereizt, dass ich das nicht täte und mich doch so viel damit beschäftigen würde.
„Nein. Du beschäftigst dich damit, wie du deine Symptome wieder los wirst, deine Geschichte verharmlost und wie es weiter geht, aber nicht damit, wie es dir jetzt wirklich geht und was die alten Erinnerungen wirklich in dir auslösen.“
Das Gespräch veränderte mein Leben.
Ich fing an zu lernen mich selbst zu spüren und einfach so zu sein, wie ich bin, zu weinen, den emotionalen Schmerz und die Ohnmacht in mir zu sehen und auszuhalten und erlaubte mir wütend zu sein und zu hassen. Ich hängte das „Verzeihen“ an den Nagel und begann mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, weil sie nicht Vergangenheit war, sondern meine Gegenwart bestimmte.
Die Medikamente fingen langsam an anzuschlagen, je mehr ich mich darauf einlassen konnte und mein Körper begann sich zu regenerieren.

Heute gehe ich wieder mit Freude meiner Heilerinnentätigkeit nach und habe aus dieser Zeit sicher auch viel dafür gelernt.
Ich erwarte nicht mehr, dass der Schmerz vorbei ist, wenn es in mir nunmal weh tut. Das hat seine Gründe und die Lösung finde ich nur, wenn ich hinschaue. Ich darf ohnmächtig sein. Ich erlaube mir manche Menschen für das zu hassen, was sie mir angetan haben und fühle mich gut dabei. Wenn ich wütend bin schreie ich und schlage auf Kissen ein, um das auszudrücken, was ausgedrückt werden will. Ich ziehe eine Fresse, wenn ich es für angebracht halte das zu tun und renne nicht mehr dauerlächelnd durch die Gegend, genauso wie ich aus vollem Herzen lache, wenn ich etwas einfach lustig finde.
Kurz: Ich versuche so gut ich kann „Ich“ zu sein und immer mehr herauszufinden, wer „Ich“ eigentlich ist.
Der Körper gibt mir recht und fühlt sich gut dabei.
Derzeit kann ich sogar wieder auf Medikamente verzichten.

Lächeln, Verzeihen und positiv Denken sind sicher wichtig und es ist gut selbst Hoffnung auf Heilung zu haben. Humor zu haben, erleichtert vieles. Die eigenen Gefühle so ernst zu nehmen, wie Sie nunmal sind, mit all dem Schmerz und den unverarbeiteten Erinnerungen umzugehen, sie zu sehen um sie letztlich gelöst zu integrieren, sind aber gleichwertige Bestandteile im Genesungsprozess. Vernachlässigen wir einen Teil stagniert die Heilung. Wenn wir es mit Lächeln und zukunftsorientiertem, positiven Denken übertreiben, kann das ebenso krank machen, wie etwa ungelöste Trauer oder Wut. Umgekehrt gesagt können gefühlte und gelebte Emotionen wie, Trauer, Schmerz, Wut und Hass ebenso heilen, wie Lächeln, positiv Denken und Verzeihen, wenn es das ist, was auf der „Waagschale“ im Leben bislang zu kurz kommt. Deshalb erachte ich es als so wichtig für die Heilung Klienten dabei zu unterstützen sich selbst und die eigenen unbeeinflussten Ursprungsemotionen (wieder) zu finden und dabei keine „Richtung“ vorzugeben. Ihr Körper, Ihre Seele und Ihr Geist wissen genau, was es braucht. Sobald wir wieder kongruent mit uns selbst sind, sind wir gesund.
Es gibt keine schlechten Gefühle, sie alle haben uns etwas wichtiges zu sagen und wollen uns helfen. Es ist wichtig Ihre Botschaft zu hören, dann sind die „schlechtesten“ unter ihnen die größten Heiler.

Die kleine Mimose kümmert

Die Seit einiger Zeit besitze ich ein Mimose und finde die Pflanze einfach nur schön und faszinierend. Ein leiser Windhauch, eine zarte Berührung und schon faltet Sie ihre Blätter schützend zusammen.
Seit kurzem kränkelt sie nun aber leider.
Tierchen oder andere Dinge, die ihr das Leben ersichtlich schwer machen, sind keine zu sehen. Der Topf in dem ich sie gekauft hatte schien langsam zu klein und so versuchte ich Sie zunächst einmal umzutopfen und mehr Erde und Raum für die Wurzeln zur Verfügung zu stellen.
Dennoch – Sie kümmert immer noch.
Ihrem Wunsch nach einem Standortwechsel bin ich nachgekommen. Vielleicht steht sie ja wirklich lieber an anderer Stelle. Hell, mit wenig direkter Sonne hatte sie zwar vorher schon, aber so Pflänzchen sind ja durchaus auch manchmal wählerisch.
Dazu kommt noch eine Behandlung mittels Energieübertragung mit den Händen und heilender Affirmationen, die ich passend herausgesucht habe. Was bei Mensch und Tier hilft, tut sicher auch den Pflanzen gut.
So wird sich das Pflänzchen hoffentlich doch noch bald erholen. 🙂

„Das habe ich losgelassen.“

„Und wo haben Sie’s hingeschickt!?“, frage ich interessiert nach.
Der Klient schaut mich verduzt an.
„Ich meine, wo haben Sie den verletzten Teil von sich hingeschickt, den Sie da „losgelassen“ haben?“
„Keine Ahnung.“, bekomme ich zur Antwort und schaue in ein etwas irritiertes Gesicht.
„Das ist schade.“, antworte ich, „Denn wenn der Teil noch da ist, dann werden wir ihn dringend für Ihre Heilung brauchen, weil er bislang nicht heil, sondern verdrängt ist, weil er nie wirklich mit seiner Botschaft beachtet wurde und immer nur weggehen sollte. Wenn er wirklich nicht mehr da sein sollte, weil sie Ihn „losgelassen“, bzw. weggeschickt haben, dann wäre das im schamaninschen Sinne Seelenteilverlust und wir sollten uns dringend auf die Suche danach machen, dass sie diesen wichtigen Teil wieder integrieren und heilen können.“
Tränen rinnen über sein Gesicht.
„Ich sehe, der schmerzliche Teil ist gar nicht so weit weg, oder?“, sage ich sanft.
Tränenlaufen. Kopfschütteln.
Gemeinsame stille. Beisammen sein. Gehalten werden.
„Freut er sich denn, dass er gerade gesehen wurde und jetzt Beachtung bekommt?“, frage ich nach einer Weile.
„Irgendwie schon, ja.“, sagt mir sein tränenüberströmtes Gesicht mit einem leisen Lächeln.
Danach fangen wir an darüber zu sprechen und uns mit den unterschiedlichsten Hilfen gemeinsam auf den Weg der Heilung dieses Klienten und dem Schmerz in Ihm zu machen.

Schmerzliche Erfahrungen loszulassen geht ebenso wenig, wie wir Erfahrungen an sich auslöschen können. Die Dinge, die wir erlebt haben, sind passiert und brauchen einen Platz in unserem Leben. Das heißt aber auch nicht, dass wir für immer verzweifelt oder traurig sein müssen, auch wenn ein Ereignis noch so schlimm war! Wir können die Trauer, Wut, Verzweiflung und den Schmerz die ein Erlebnis ausmacht, nicht wegmachen, indem wir versuchen sie zu vergessen oder „nach vorne zu schauen“, wir können sie nur integrieren, ihnen Raum geben, das Erlebnis verstehen, einordnen und betrauern, so dass wir irgendwann damit gewachsen sind und neue Wege gehen. Es ist wichtig, dass das Alte seinen Platz in unserem Leben bekommt, um Raum für Neues zu eröffnen. Denn nur, wenn die Erfahrung ihren festen Platz hat, kann die Seele verstehen, dass sie vorbei ist.
Manchmal denkt man, dass das aber so unendlich viel Kraft kostet und man weiß gar nicht, ob man diese Kraft hat, den Schmerz auszuhalten ohne darunter völlig zusammenzubrechen. Ich möchte Ihnen Mut machen. Wenn Sie die Kraft dazu haben sich diese emotionalen Gewalten im Alltag vom Leib zu halten und bis jetzt überlebt haben, dann schaffen Sie es auch einmal wirklich hinzusehen und dafür die Kräfte, die sie bis dahin für die Beherrschung Ihrer Emotionen gebraucht haben endlich wieder frei für andere Dinge zur Verfügung zu haben. Und – Sie müssen da nicht alleine durch! Es gibt gute Hilfen und Rituale, die diesen Prozess beschleunigen und vereinfachen. Sanfte Methoden, die nicht überfluten. Dann ist es leichter.
Es lohnt sich!

Tränen sind für uns Menschen, wie Gießkannen für Blumen.
Wären sie nicht da, könnten wir nicht wachsen. Verweigert man einer Blume das Wasser, geht sie früher oder später daran zugrunde. Gießt man sie aber und erlaubt das „Regenwetter“, wie es kommt, schließt sie zwar Ihre Blüten zunächst und zieht nach innen, um sich zu schützen und von innen heraus zu wachsen. Die Kraft dieser „Regenzeit“ und des Wassers macht sie -gut genutzt – jedoch danach kräftiger und resistenter als vorher.

Das Eingangsbeispiel ist frei erzählt. Zwar kommen derartige Situationen bei meiner Arbeit als Heilerin durchaus so oder so ähnlich vor, dennoch bezieht sich der Text hier nicht auf eine spezifische Person oder Situation.

Heilung objektiv betrachtet

„Eigentlich ist das doch jetzt gar nicht so schlimm.“
Kennen tun wir das wahrscheinlich alle, wir fühlen uns hundeelend mit einem Erlebnis oder einer Situation und gleichzeitig sagt unser Verstand oder der Nachbar oder Freunde oder Familie oder alle zusammen dann, dass das doch alles eigentlich gar nicht so schlimm ist, wie wir das gerade fühlen.
Und nun?
Und was, wenn die Gefühle entgegen aller Vernunft auch nach längerer Zeit einfach nicht besser werden wollen?
Wenn trotz allem „nach vorne Schauen“ der Schmerz und der Schock nicht locker lassen mag?
Was, wenn irgendwann nicht mehr nur die Seele trauern, sondern auch noch der Körper krank wird?
Und das obwohl doch eigentlich alles gar nicht so schlimm war!?

Als Heilerin interessiert mich die objektive Situation hinter Gefühlen herzlich wenig. Mich interessiert lediglich, wie meine Klienten ihre Situation wirklich sehen, fern von allen gesellschaftlichen Meinungen dazu. Das herauszufinden ist nicht immer ganz einfach, gerade, wenn schon viele Menschen Ihre Meinung zu einer Situation abgegeben haben. Heilungsprozesse sind immer subjektiv und individuell.

Unser Körper-Seele-Geistsystem ist zunächst nur dafür da unser eigenes Leben zu schützen, zu achten und zu ehren. Wir alle haben ganz eigenen Erfahrungen, eine ganz eigene Geschichte, einen eigenen Lebensplan und eine ganz eigene Sicht auf diese Welt, die aus unseren Erfahrungen einerseits und dem, was unsere Seele bereits mit auf diese Erde gebracht hat resultiert. Dem entsprechend reagieren wir auch auf neue Ereignisse in unserer Umwelt nicht objektiv sondern subjektiv, im Einklang mit dem inneren Wissen, wie wir etwas bewerten müssen, um uns selbst am besten, entwickeln, erhalten und schützen zu können. Wenn ein Gefühl nicht nachlässt, haben wir irgendetwas sehr wichtiges für uns selbst daran noch nicht verstanden.
Die Stimme und Botschaft unserer Seele, was zur Heilung nötig ist, hören wir über die Gefühle und Intuition. Wenn wir den Verstand oder die Meinung anderer überbewerten, knocken wir uns selber aus. K.O. Unser sonst so fähiges komplexes Selbsterhaltungs-, Heilungs- und Entwicklungssystem gerät ins Schleudern, weil die Kommunikations- und Verarbeitungswege blockiert sind.

Dazu kommt – Wir können nichts verarbeiten, was für uns nicht existiert.
Für uns existieren nur unsere eigenen Gefühle und nicht die Meinung anderer dazu.
Wenn wir Heilung versuchen indem wir uns den Bewertungen anderer angleichen, hören wir auf uns selbst zu heilen und versuchen stattdessen den Nachbarn, die Familie, die Freunde, die Gesellschaft etc. stellvertretend zu heilen oder anzunehmen. Doch das ist nicht unser eigener Weg und somit nicht existent, weil unsere eigene Seele nunmal anders fühlt und plant. Ein Außenstehender kann dich entweder genau so sehen und fühlen, wie du bist und fühlst und dich damit annehmen oder dich klein oder weg reden, weil auch er seiner Seele nicht zuhört und die großen „Kleinigkeiten“ bei sich selbst übersieht.

So oder so – es läuft drauf raus, dass du dich ernst nimmst, wenn du heilen willst. Mit allem. Von der unwichtigsten Kleinigkeit angefangen. Dann heilst du und die Umgebung heilt automatisch mit, wenn sie willig ist, weil sie bei dir sehen und lernen kann, wie es geht. Wer andere heilen will, muss bereit sein selbst zu heilen.
Wenn Kleinigkeiten für dich groß sind, dann weil es wichtig und richtig ist, dass sie für dich groß sind und Beachtung
brauchen.

Bestenfalls zeigt die Seele den Weg und der Verstand hilft dabei die Seele zu verstehen und die persönlich wichtigen Dinge in dieser Welt umzusetzen. Teamwork.
Heilung beginnt da, wo eigene Gefühle in den Alltag mit allen Facetten integriert und nicht mehr in Frage gestellt werden.
Heilung beginnt da, wo wirkliches Verständnis für sich selbst sein darf.