Mit Trommeln und guten Geistern ins neue Jahr

Ich wünsche euch allen im Namen von Eulundra einen gesundes neues Jahr 2018!
Mögen die guten Geister stets an euerer Seite sein!

Für den Jahresübergang habe ich mich vorab zu meiner Eiche zurückgezogen, die mich geborgen in ihren Ästen hielt. Sanfte Trommellaute und ruhiger Gesang verband mich mit ihren Geistern. Der Wind flüsterte. Mutter Erdes Herz schlug leise im Rhythmus. In Wellen flog meine Seele weit hinaus in die Natur und genoß die Freiheit. Die Rauchgeister suchten sich ihre Wege von der Räucherschale hinaus in den Äther. Rosenblüten streuten ihnen den Weg. In meinem Herzen tanzt die Eule und viele neue Ideen für die Praxis im kommenden Jahr. Ich will ich sein. Echt und authentisch. Das wünsche ich mir auch für alle Klienten – dass sie immer mehr den Weg zu sich selbst und ihren Herzenswünschen finden.

Ab März ist die Venus an unserer Seite. Zeit dafür uns selbst mit Liebe zu entdecken. Das Frau sein zu genießen. Alte Verletzungen zu heilen. Es ist an der Zeit uns mit unserer Weiblichkeit auseinanderzusetzen. Die Erde braucht die Qualitäten mehr denn je. Vor allem aber, brauchen wir selbst uns wieder.
Gewalt gegen Frauen ist ein großes Thema unserer Zeit. Sie hat viele Facetten. Es ist dringend notwendig hinzuschauen. Ihr ein Gesicht zu geben. Sie zu benennen. Nur so kann etwas dagegen getan werden. Hier hilft kein Schönreden.
Für die Frauen, die heilen wollen, hält das Jahr viele Wunder bereit. Es ist energetisch auf ihrer Seite.
Auch für die Männer wird es Zeit sich ihre Gefühle zurückzuerobern. Sich Zartheit zu gestatten. Ihren Verletzungen Raum zu geben. Raum für die Aussöhnung mit sich selbst zu schaffen. Ist da etwa noch ein Mutter-Thema offen? Auch das möchte Beachtung und Frieden finden. Wie immer dieser im Einzelfall auch aussehen mag.

Das neue Jahr hat viel zu bieten.

Was immer ihr euch für euch selbst wünscht: Es möge wahr werden!
Ich freue mich darauf 2018 wieder mit euch zu arbeiten und gemeinsam Wege zu Kraft, Gesundheit und Lebensfreude zu gehen.
Seid sicher und beschützt!
Der Segen der Erdmutter und des Himmelsvaters sei mit euch!
Ich freue mich auf euch! 🍀🦉😀

Weihnachtlich, sanfte Stimmklänge

Der Klang der Stimme kann sehr heilsam sein. Dabei muss es nicht immer ein klassischer Chant oder ein Mantra sein. Deshalb heute einfach mal andere sanfte Töne aus meinem Kehlchen…

„Weise Männer sagen,
nur Narren stürzen sich hinein,
aber ich kann nicht anders, als mich in dich zu verlieben.

Wie ein Fluss ins Meer fließt,
Liebling, so ist es mit uns:
Manche Dinge sind vorbestimmt.“

Die Liebe sucht sich ihren Weg. Gerade jetzt zu Weihnachten passt das sehr gut.
Lasst euere Seele schwingen beim Singen von Weihnachtsliedern oder was immer für Klänge euch gut tun.
Besinnlich, wohlklingende Tage! 💕

A cappella gesungen von:
Sofie Dreßler

In den Welten der alten Eiche – Eine schamanische Adventsgeschichte

Ich lehne mit dem Rücken am Stamm des alten eichigen Baumriesen. Die Jahrhunderte verschmelzen. Sein Baumherz schlägt in meinem und mein Menschenherz in ihm. In die Kälte fallen Sonnenstrahlen. Ich singe: „E malama i ka heiau – Hold this Land in sacredness.“
Es ist eine heilige Zeit, in die wir eintauchen. Weihnachtszeit. Die Rauhnächte stehen ins Haus.
Die heilige Geburt des Lichts liegt in den Wehen.

Am Stamm der alten Eiche turnt ein Eichhörnchen wie Ratatosk am Ygdrasil. Über mir  Himmel, unter mir eine zauberhafte Welt. In den Wurzelheimen tief in der Erde bereiten die Erdgeister ihr Mittagsmahl. Aus ihren Kochtöpfen steigen kleine Nebelschwaden. Frau Zwerg bestellt bereits alles für das kommende Fest. Wintersonnenwende. Die Sonne hat am 21. Dezember ihren tiefsten Stand erreicht. Ab dann werden die Tage wieder länger. Ihre lebensspendende Kraft kehrt zurück. Es ist das Weihnachten der alten Kelten.  An meinen Fingern spüre ich die tiefen Rillen in der Baumrinde. Eine Wurzel lädt mich ein, mich auf ihr niederzulassen. Die Eiche hält mich in ihren schützenden Armen. Sie stärkt mir den Rücken, verwurzelt mich und lässt meine Seele weit über ihre Krone hinausfliegen.

Bald schon werden die Erdgeister die Unterwelt wieder verlassen und an der Erdoberfläche das neue Leben pflegen, beim säen helfen und im Mondenschein auf den sonnigen Lichtungen tanzen. Die Erde atmet aus.
Bis dahin schmücken immergrüne Zweige unsere Wohnungen und rote Kerzen künden die Fruchtbarkeit im neuen Jahr an. Schleifen aus rotem Bast am Weihnachtsbaum tragen unsere Wünsche in einen neuen Zyklus.

Frau Zwerg knabbert am Lebekuchen: „Herrlich, wie die Nüsse schmecken. So haltbar gemacht muss niemand Hunger leiden.“ Herr Zwerg schlürft aus seiner Eicheltasse Quellwasserpunsch. „Frau Holle, die alte Hel, ist müde. Bald wird Brigid ihr unter die Arme greifen. Die schwarze Dame macht dann wieder Pause und hält sich zurück. Hauptsächlich um die Toten und Erdschätze will sie sich dann noch kümmern“, verkündet der kleine Erdbewohner. „Also alles bestens! Die gute alte Holle! Das Freut mich zu hören! Am Ende des Winters geht ihr immer die Puste aus“, gluckst seine Frau. „Am Brunnen traf ich letztlich die Nornen“, erzählt sie weiter. „Sie gossen den Baum und losten um neues Schicksal für die Menschen.“ Dann dreht Sie sich um: „Oh, wir haben Besuch“, ruft sie aus. „Ein Menschenkind vom Rande Midgards sieht zu unseren Fenstern herein. Welch seltener Gast.“ Freundlich winkt sie mir zu und öffnet ihre Stube. Wir wechseln kurze, nette Worte. Dann verabschiede ich mich auch schon wieder. „Und fröhliches Fest!“ Sie seufzt: „Es ist schade, dass uns so wenige sehen. Über die Jahrhunderte wurden wir fast vergessen. Bald ist doch Weihnachten. Das Fest der Liebe. Wir sind in eurem Herzen.“  Zum Dank für den kurzen Einblick lege ich ein paar kleine Bergkristallchen vor das Wurzelhaus. In den Ästen des Baumes zwitschern die Vögel. „Nicht nur die Tiere sprechen an Weihnachten“, sagt die Eiche. „Auch wir Bäume sind bei euch.“

Mein Herz ist weit, als ich von der Wurzel aufstehe.
Götter und Ahnen flüstern im Wind.
„Ihr Kinderlein kommet…“, singen meine Gedanken.

Die Natur wartet auf euch.

Die Eule und der Flüchtling

Hallo ihr Lieben,
die Eule Ilse hat sich Gedanken zur Flüchtlingssituation in Deutschland gemacht und sie in einem Gedicht festgehalten.
Viel Spaß beim anhören! 🙂

Das Copyright des Gedichtinhaltes und des unten eingebetteten Beitrages liegt bei Sofie Dreßler.
Untermalt wurde das selbst geschriebene Gedicht mit GEMA-freier Musik von frametrexx.de.

Fachpraktikerin für heilende Hände und spirituelles Handauflegen

Die Paracelsus Schule Nürnberg schenkt mir ihr Vertrauen als Dozentin für die neue Ausbildung zur „Fachpraktikerin für heilende Hände und spirituelles Handauflegen“.  Dafür möchte ich mich bei der Studienleiterin Silke Anne Böhm sehr herzlich bedanken.

Der erste Kurs startet am 14. Dezember 2017. Ich freue mich schon sehr darauf mein Wissen an euch weiter geben zu dürfen. Das werden tolle Wochen mit vielen ganz besonderen Momenten.

Die Anmeldungen nimmt die Paracelsus Schule Nürnberg entgegen. Bei Fragen dürft ihr euch jederzeit gerne an mich oder direkt an die Paracelsus Schule wenden.

Naturreligion im Steinwald


Ich öffne das Fester.
Ein tiefer Atemzug.
Frisch-kalte Luft.
In der schräg stehenden Sonne glitzern Gänseblümchen ihr „Guten Morgen“ in mein Herz.
Mit halb offenen Augen krabble ich aus meiner Zimmerhöhle in die Welt. Ich blinzle in die Helligkeit wie die zwei Käuzchen auf meinem Kalender.
Heut geht es in den Wald.
Artikelrecherche für die Zeitung.
Am Frühstückstisch genieße ich die Naturstimmung, die leuchtende Sonnenstrahlen in den Garten vor meinem Fenster zaubern. Ich freue mich auf die Zeit im im Freien. Dann packe ich meine Sachen und ziehe los.
Am Nachmittag bin ich wieder zurück am Schreibtisch und versuche die Eindrücke zu verarbeiten. Zwei Stunden lang zeigte mir ein Förster seine Aufgaben im Wald. Ich bin beeindruckt – von seiner Arbeit und von seinem Wesen. Sein Beruf ist oft hart, in seinem Fall aber wohl auch echte Berufung. Wer ihn reden hört, merkt schnell, dass Herzblut in seinen Worten steckt. Jeder Ton zeugt von Respekt und Achtung vor der Natur. Mit Sorgfalt pflegt er Pflanzen und Tiere. Nachhaltigkeit ist ihm wichtig. Gefällt wird nie mehr, als das, was nachwächst. Jäger ist er ungern, auch wenn es manchmal zu seinem Beruf gehört. Mit seinem Knowhow gelingt ihm der Spagat zwischen Ökologie und Ökonomie. Mit liebevoll gestalteten Lehrtäfelchen bekommen Waldbesucher Einblick in den vielschichtigen Aufbau und die Funktionsweise des biologischen Lebensraumes. Die Seele des Waldes wird spürbar. Für die Menschen der Region ist das Gebiet des Försters eine Bereicherung. Nebenbei erfahre ich von einem Eulenschutzprojekt mitten im Steinwald, sozusagen fast neben meiner Haustüre.
Als ich den Wald verlasse und in mein Auto steige bin ich beseelt. Ich Atme noch einmal bewusst die Luft der großen Baumlungen der Erde, ehe ich den Zündschlüssel umdrehe. Auf der Fahrt denke ich zurück, wie es in den einstigen Buchenwäldern wohl gewesen sein mag. Die Wälder als heilige Hallen der Kelten – wo sonst sollte Gott wohnen, wenn nicht in den Kronen der Urwaldriesen.
Bis in die kleinsten Teilchen des Waldes lässt sich wohl noch heute mehr von Gott finden, als in den großen Religionen.
Ein Waldspaziergang durch einen Kosmos an Wundern – Naturreligion.

Samhain – Wenn die Schleier dünn werden


Es ist wieder soweit. Die Schleier in die Anderswelt werden dünn. Unsere Ahnen kommen zu einem liebevollen Besuch vorbei.
Im Chaos zwischen den Jahren (30.10 – 1.11) besteht kein Unterschied zwischen der Welt der Toten und der Lebenden, so glaubten die Kelten. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft fanden im alten Volksglauben ab diesen Tagen gleichzeitig statt.
Die Kelten unterteilten das Jahr in ein Sommerhalbjahr „Jahrestag“ und ein Winterhalbjahr „Jahresnacht“.
Mit „Samuin“ oder auch „Samhain“ begann am ersten November das Jahr der Kelten. Der Winter und die Jahresnacht zogen ein. Das Jahr fing also mit der Nacht an. Denn nach keltischer Auffassung wurde der Tag aus der Nacht geboren. So musste die Dunkelheit dem Licht vorausgehen und der Tod dem Leben. Der Jahrestag wurde genutzt, um altes abzuschließen und neues anzufangen. Man bedankte sich bei der Erde für die Gaben und das Licht aus dem Sommerhalbjahr. Es war Zeit für Bitten an Götter und Ahnen und Gebete für ein fruchtbares neues Jahr. Die Ahnen hatten nach altem Glauben einen Anteil an der Ernte und so opferte man Ihnen auch einen Teil derselben. Die Natur war Orientierung und zeigte im Herbst das Abschiednehmen und Loslassen. Wichtiger Bestandteil des Jahrestages war es deshalb die Toten mit einzubeziehen. Man dankte ihnen und entzündete Feuer auf den Ahnengrabhügeln. In einer Prozession wurde das Licht zu den Verstorbenen auf die Gräber getragen. Für jeden Toten eine Kerze. Denn das Licht brachte das Leben. Auch das Weiterleben nach dem Tod. In manchen Gegenden war es brauch am Vorabend alle Feuer zu löschen und sie zum Zeichen der Wiedergeburt neu zu entzünden. Schließlich war man auf die Ankunft der Seelen vorbereitet. Man heizte die Stuben, dass sie sich aufwärmen konnten, deckte die Tische für sie mit und teilte Speiß und Trank. Stücke des Festmahls wurden für die Toten ins Feuer geworfen. So verbrachte man den Tag und die Nacht mit Ihnen und erhielt wichtige Hinweise für eine gute Zukunft.
Im christlichen Brauchtum sind die Rituale teilweise erhalten geblieben. Der Gräbergang an Allerheiligen lässt sich etwa darauf zurück führen.

Persönlich finde ich es schade, dass bei vielen der Kontakt mit den Toten oft mit Angst besetzt ist. Ursache sind sicher auch die vielen Schauermärchen. Aus einer inneren Gewissheit kann ich sagen, dass Verstorbene nicht daran interessiert sind uns zu schaden. Ein lieber Familienangehöriger wird auch nach seinem Tod gewiss nicht zum Zombie. Falls wir jemanden wirklich einmal nicht bei uns haben wollen, genügt es das einfach zu sagen. So viel Willen und Selbstbestimmung ist uns zugestanden. Unserer Bitte wird nachgekommen.

Den Samhain-Tag begehe ich selbst schon seit einigen Jahren mit meinen eigenen Ritualen. Ich freue mich darauf meine verstorbenen Lieben besonders nah bei mir zu spüren. Den Tisch decke ich mit einem Gedeck mehr, dass auch die Ahnen ihren Platz haben. Ich spreche mit ihnen und genieße ihre Anwesenheit. Eine Kerze bringe ich auch auf die Tiergräber meiner verstorbenen Haustiere in den Garten nach draußen. Im weiteren Tagesverlauf lasse ich mich von meinem Gefühl leiten.

Triste Stimmung an Allerheiligen auf dem Friedhof und an den Gräbern im Gedenken an die Verstorbenen – wieso?
Sie sind doch gerade an diesem Tag alle da und stehen bei euerem Besuch direkt neben euch.