Weihnachtlich, sanfte Stimmklänge

Der Klang der Stimme kann sehr heilsam sein. Dabei muss es nicht immer ein klassischer Chant oder ein Mantra sein. Deshalb heute einfach mal andere sanfte Töne aus meinem Kehlchen…

„Weise Männer sagen,
nur Narren stürzen sich hinein,
aber ich kann nicht anders, als mich in dich zu verlieben.

Wie ein Fluss ins Meer fließt,
Liebling, so ist es mit uns:
Manche Dinge sind vorbestimmt.“

Die Liebe sucht sich ihren Weg. Gerade jetzt zu Weihnachten passt das sehr gut.
Lasst euere Seele schwingen beim Singen von Weihnachtsliedern oder was immer für Klänge euch gut tun.
Besinnlich, wohlklingende Tage! 💕

A cappella gesungen von:
Sofie Dreßler

In den Welten der alten Eiche – Eine schamanische Adventsgeschichte

Ich lehne mit dem Rücken am Stamm des alten eichigen Baumriesen. Die Jahrhunderte verschmelzen. Sein Baumherz schlägt in meinem und mein Menschenherz in ihm. In die Kälte fallen Sonnenstrahlen. Ich singe: „E malama i ka heiau – Hold this Land in sacredness.“
Es ist eine heilige Zeit, in die wir eintauchen. Weihnachtszeit. Die Rauhnächte stehen ins Haus.
Die heilige Geburt des Lichts liegt in den Wehen.

Am Stamm der alten Eiche turnt ein Eichhörnchen wie Ratatosk am Ygdrasil. Über mir  Himmel, unter mir eine zauberhafte Welt. In den Wurzelheimen tief in der Erde bereiten die Erdgeister ihr Mittagsmahl. Aus ihren Kochtöpfen steigen kleine Nebelschwaden. Frau Zwerg bestellt bereits alles für das kommende Fest. Wintersonnenwende. Die Sonne hat am 21. Dezember ihren tiefsten Stand erreicht. Ab dann werden die Tage wieder länger. Ihre lebensspendende Kraft kehrt zurück. Es ist das Weihnachten der alten Kelten.  An meinen Fingern spüre ich die tiefen Rillen in der Baumrinde. Eine Wurzel lädt mich ein, mich auf ihr niederzulassen. Die Eiche hält mich in ihren schützenden Armen. Sie stärkt mir den Rücken, verwurzelt mich und lässt meine Seele weit über ihre Krone hinausfliegen.

Bald schon werden die Erdgeister die Unterwelt wieder verlassen und an der Erdoberfläche das neue Leben pflegen, beim säen helfen und im Mondenschein auf den sonnigen Lichtungen tanzen. Die Erde atmet aus.
Bis dahin schmücken immergrüne Zweige unsere Wohnungen und rote Kerzen künden die Fruchtbarkeit im neuen Jahr an. Schleifen aus rotem Bast am Weihnachtsbaum tragen unsere Wünsche in einen neuen Zyklus.

Frau Zwerg knabbert am Lebekuchen: „Herrlich, wie die Nüsse schmecken. So haltbar gemacht muss niemand Hunger leiden.“ Herr Zwerg schlürft aus seiner Eicheltasse Quellwasserpunsch. „Frau Holle, die alte Hel, ist müde. Bald wird Brigid ihr unter die Arme greifen. Die schwarze Dame macht dann wieder Pause und hält sich zurück. Hauptsächlich um die Toten und Erdschätze will sie sich dann noch kümmern“, verkündet der kleine Erdbewohner. „Also alles bestens! Die gute alte Holle! Das Freut mich zu hören! Am Ende des Winters geht ihr immer die Puste aus“, gluckst seine Frau. „Am Brunnen traf ich letztlich die Nornen“, erzählt sie weiter. „Sie gossen den Baum und losten um neues Schicksal für die Menschen.“ Dann dreht Sie sich um: „Oh, wir haben Besuch“, ruft sie aus. „Ein Menschenkind vom Rande Midgards sieht zu unseren Fenstern herein. Welch seltener Gast.“ Freundlich winkt sie mir zu und öffnet ihre Stube. Wir wechseln kurze, nette Worte. Dann verabschiede ich mich auch schon wieder. „Und fröhliches Fest!“ Sie seufzt: „Es ist schade, dass uns so wenige sehen. Über die Jahrhunderte wurden wir fast vergessen. Bald ist doch Weihnachten. Das Fest der Liebe. Wir sind in eurem Herzen.“  Zum Dank für den kurzen Einblick lege ich ein paar kleine Bergkristallchen vor das Wurzelhaus. In den Ästen des Baumes zwitschern die Vögel. „Nicht nur die Tiere sprechen an Weihnachten“, sagt die Eiche. „Auch wir Bäume sind bei euch.“

Mein Herz ist weit, als ich von der Wurzel aufstehe.
Götter und Ahnen flüstern im Wind.
„Ihr Kinderlein kommet…“, singen meine Gedanken.

Die Natur wartet auf euch.

Die Eule und der Flüchtling

Hallo ihr Lieben,
die Eule Ilse hat sich Gedanken zur Flüchtlingssituation in Deutschland gemacht und sie in einem Gedicht festgehalten.
Viel Spaß beim anhören! 🙂

Das Copyright des Gedichtinhaltes und des unten eingebetteten Beitrages liegt bei Sofie Dreßler.
Untermalt wurde das selbst geschriebene Gedicht mit GEMA-freier Musik von frametrexx.de.