Wenn Verletzungen verletzen

„Es sind verletzte Menschen, die andere verletzen“ 

Herkunft unbekannt

Ich wünsche mir, dass immer mehr Menschen den Mut haben anzufangen ehrlich zu sich selbst und den eigenen Gefühlen zu schauen, statt ihre eigenen Verletzungen unreflektiert weiter zu geben.

Was ist das? 😉

Richtig!

Blauer Himmel.

Nicht eine Wolke war heute zu sehen und das Wetter war wunderschön.
Sonnenstrahlen zum Seele baumeln lassen und Kraft tanken.
Eine kurze Pause draußen zwischen den Aufgaben des Alltags.
Eine Tasse Tee am Abend zum Ausklingen.
Genießerschmusestunden mit den Katzen.

Einfach nur schön! 🙂

Die Glockenblumen


Die kleine Glockenblume nickte, vorsichtig sie vom Boden blickte, hinauf ins Licht.

Im Glockenblumenschirmchen munter,
die Elfen spieln und feiern drunter
und regnet es so wird nichts nass,
geschützt haben Sie weiter Spaß,
und schlafen wohl behütet ein
im Glockenblumenzauberheim.

Drum sei stehts achtsam zu den Pflanzen,
dann siehst du manchmal welche tanzen.
Gar freundlich helfen diese Wesen,
den Garten pflegen und verlesen.
Und bist du mal in Not und krank,
helfen sie dir, Gott sei Dank!

Doch knicke keine Glockenblum‘,
denn so wie sie dir Gutes tun
so Ehre sie und ihr zu Haus‘,
sonst ist es mit der Gunst schnell aus
und Unheil wird in deinem Heim
genau so wie in Ihrem sein.

Copyright by Sofie Dreßler

Der kleine Hausaltar

Der kleine Hausaltar ist aus meinem Alltag nicht mehr wegzudenken.
Auf einer niedrigen Kommode in meinem Praxisraum hat er seinen festen Platz gefunden und begleitet mich durchs Leben. Dort Meditiere und Chante ich, feiere Rituale, Böthe und Bespreche suche meine Mittelchen zusammen, die ich in der Praxis brauche, unterhalte mich mit meinem Schutzengel und anderen feinstofflichen Helfern und führe andere wichtige Bestandteile meines Heilerinnenlebens aus.
Wie eine Hausapotheke gehört so ein Ort in jeden Haushalt.
Er dient nicht nur als „Arbeitsstätte“ für spirituell oder heilerisch Tätige, sondern auch als fester Bezugspunkt zu den helfenden und schützenden Wesen um uns herum. Es braucht nicht zwingend die großen Rituale. Immer wieder kurze Gedanken oder ein paar Atemzüge voll Aufmerksamkeit für sich selbst und die Umgebung reichen, um ihn lebendig werden zu lassen. Er ist gleich einem Fenster, das wir öffnen können, um Schutz und Hilfe zu uns einzuladen. Ich komme mit all meinen Bitten und Sorgen dort hin und stelle auch gerne immer wieder ein kleines Schälchen mit Mehl ab, zünde ein gutes Räucherstäbchen an oder bringe frische Blumen mit, um meinen Helfern für Ihre Unterstützung zu danken. Die Zwischenwelt schätzt es, wenn wir nicht nur nehmen, sondern auch geben. Bei Unwettern oder Gewittern, zünde ich die Kerze an und bitte um Segen und Schutz. Situationen im Alltag gibt es viele, bei denen er hilfreich und wohltuend ist und jeder wird selbst aus dem Bauch heraus am besten finden, was die persönlichen Wesen mögen, wozu sie anregen oder wann man einfach gerne dort ist. Je mehr wir diesen Kontakt pflegen und je öfter wir uns dort aufhalten um einfach schöne Dinge zu tun, desto mehr ziehen wir uns an positiver Energie und helfenden Wesen in unser Leben, die uns im Ernstfall unterstützen und führen. Ich konnte feststellen, dass ich dort besonders gute Einfälle habe und mich automatisch wohlfühle. Wir schaffen einen Raum mit schön schwingender Energie, in dem sie sich wohl und willkommen fühlen. Der Blick auf die hübsch eingerichtete Ecke erinnert uns auch in stressigen Situationen, dass wir nicht alleine, sondern von liebevollen Wesen umgeben sind. Nicht zu letzt ist es zudem ein Ort, an dem wir auch das göttliche in uns selbst immer wieder bewusst werden lassen können und uns selbst ehren. Hier dürfen wir einfach wir selbst sein.
Natürlich, können wir den Kontakt zu unserem Schutzengel und den anderen Wesen auch an jedem anderen Ort aufnehmen. Dennoch finde ich es schön, wenn wir zu Hause eine ganz besondere Stelle dafür haben.

Die „Grundbausteine“ für den Altar beinhalten folgende Dinge:
Als Symbol für die vier Himmelsrichtungen und Elemente
– Ein Schälchen mit Erde (Westen – Erde)
– Ein Schälchen mit frischem Wasser (Norden – Wasser)
– Ein Räuchergefäß (Osten – Luft)
– Eine Kerze (Süden – Feuer)
In die Mitte:
– Eine schöne Figur (Engel, Elfe, und Co.), die unsere Wünsche symbolisch weiter transportiert
Diese sollte höher sein, als die anderen vier Gegenstände. Falls dem nicht so ist, kann man sich auch eine kleine Erhöhung bauen.
Die „Stellvertreter“ für die Elemente und Himmelsrichtungen müssen nicht zwingend real geographisch richtig stehen. Wichtig ist nur, dass sie alle vorhanden sind.
Bei der individuellen Ausgestaltung sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt und jeder kann nach eigenem Geschmack variieren.
Dazu kommen bei mir z.B. noch diverse andere Gegenstände, Blumen und Steine, die mir wichtig sind und/oder einfach schön aussehen.

Ich wünsche euch viel Spaß beim Einrichten und hoffe Ihr habt viele schöne Erfahrungen damit! 🙂

Die Lüge über Lächeln, positiv Denken und Verzeihen

Nachdenklich sitze ich vor dem Pc, als ich anfange diese Zeilen zu tippen. Den ganzen Nachmittag schon kommen mir verschiedene Erinnerungen in der Sinn. Situationen in denen ich selber schwer krank war oder extrem niedergeschlagen. Ich denke darüber nach, mit welchem Rezept sich Not beenden ließe. Eine universelle Antwort gibt es wohl nicht. Wenn ich an meine früheren und aktuellen Ängste, Sorgen und Erkrankungen denke, höre ich es in meinem Herzen schreien: „Ich will ich sein! Einfach nur ich sein! Und ich will das auch zeigen dürfen!“ Aber was bedeutet das?

Ich bin in einem familiären Umfeld aufgewachsen, in dem viel Wert darauf gelegt wurde zu funktionieren und nach außen eine Fassade zu wahren, egal wie es in mir aussieht. Dem entsprechend bin ich mit meinen Gefühlen umgegangen, sofern Sie überhaupt noch spürbar wurden. Lächeln, Funktionieren, Klappe halten. Als ich vor drei Jahren körperlich schwer krank wurde, ließ sich dieses Muster noch eine Zeit lang so fortführen, bis es schließlich zusammenbrach. Ich war eigentlich dazu gezwungen Stunden abzusagen und notwendige Behandlungen an mir durchführen zu lassen, aber ich dachte nicht daran, mich von meinem Körper klein kriegen zu lassen, bis er mich irgendwann ans Bett fesselte und den Funktionsmodus mit allem was er zur Verfügung hatte beendete. Herzrythmusstörungen, Krampfanfälle, Stoffwechselentgleisungen, Entzündungen überall im Körper, Schmerzen, Ohnmacht. Entsprechend meiner Profession machte ich mich auf die Suche nach der geistig-seelischen Ursache, dessen, was mein Körper nun so vehement auzudrücken versuchte und bemühte mich sämtliche gut gemeinten Ratschläge umzusetzen. „Positiv Denken!“, „Stell dir vor, wie du wieder gesund bist!“, „Lass dich nicht hängen!“, „Lächeln, das macht gute Gefühle!“, etc.
Gesagt – getan!
Ich lächelte, dachte positiv, stellte mit vor, wie es sein wird, wenn ich wieder gesund bin und natürlich hatte ich die Ursache daran festgemacht, dass ich alte Verletzungen nicht loslassen und verzeihen konnte, was also in Angriff genommen werden musste. Nach vorne schauen!
Die Reaktionen meines Körpers waren prompt. Mit jedem „positiven“ Gedanken noch eine schippe an Schmerz und unerträglichen Symptomen oben drauf, bis ich irgendwann nicht mal mehr Essen konnte. Mehrmals landete ich im Krankenhaus. Die Medikamente schlugen nicht oder nur teilweise an und gegen viele reagierte ich allergisch. Ich kämpfte um mein Leben.
Die Rettung brachte eines Tages meine beste Freundin, als ich vor Zorn, dass meine Bemühungen so gestraft würden und nicht fruchteten, voll Verzweiflung weinend mit ihr telefonierte.
„Meinst du nicht, dass du mal aufhören solltest vor deiner Erkrankung und vor dir selbst wegzulaufen?“
Nicht gerade das, was ich hören wollte und erwiderte entsprechend gereizt, dass ich das nicht täte und mich doch so viel damit beschäftigen würde.
„Nein. Du beschäftigst dich damit, wie du deine Symptome wieder los wirst, deine Geschichte verharmlost und wie es weiter geht, aber nicht damit, wie es dir jetzt wirklich geht und was die alten Erinnerungen wirklich in dir auslösen.“
Das Gespräch veränderte mein Leben.
Ich fing an zu lernen mich selbst zu spüren und einfach so zu sein, wie ich bin, zu weinen, den emotionalen Schmerz und die Ohnmacht in mir zu sehen und auszuhalten und erlaubte mir wütend zu sein und zu hassen. Ich hängte das „Verzeihen“ an den Nagel und begann mich mit der Vergangenheit auseinanderzusetzen, weil sie nicht Vergangenheit war, sondern meine Gegenwart bestimmte.
Die Medikamente fingen langsam an anzuschlagen, je mehr ich mich darauf einlassen konnte und mein Körper begann sich zu regenerieren.

Heute gehe ich wieder mit Freude meiner Heilerinnentätigkeit nach und habe aus dieser Zeit sicher auch viel dafür gelernt.
Ich erwarte nicht mehr, dass der Schmerz vorbei ist, wenn es in mir nunmal weh tut. Das hat seine Gründe und die Lösung finde ich nur, wenn ich hinschaue. Ich darf ohnmächtig sein. Ich erlaube mir manche Menschen für das zu hassen, was sie mir angetan haben und fühle mich gut dabei. Wenn ich wütend bin schreie ich und schlage auf Kissen ein, um das auszudrücken, was ausgedrückt werden will. Ich ziehe eine Fresse, wenn ich es für angebracht halte das zu tun und renne nicht mehr dauerlächelnd durch die Gegend, genauso wie ich aus vollem Herzen lache, wenn ich etwas einfach lustig finde.
Kurz: Ich versuche so gut ich kann „Ich“ zu sein und immer mehr herauszufinden, wer „Ich“ eigentlich ist.
Der Körper gibt mir recht und fühlt sich gut dabei.
Derzeit kann ich sogar wieder auf Medikamente verzichten.

Lächeln, Verzeihen und positiv Denken sind sicher wichtig und es ist gut selbst Hoffnung auf Heilung zu haben. Humor zu haben, erleichtert vieles. Die eigenen Gefühle so ernst zu nehmen, wie Sie nunmal sind, mit all dem Schmerz und den unverarbeiteten Erinnerungen umzugehen, sie zu sehen um sie letztlich gelöst zu integrieren, sind aber gleichwertige Bestandteile im Genesungsprozess. Vernachlässigen wir einen Teil stagniert die Heilung. Wenn wir es mit Lächeln und zukunftsorientiertem, positiven Denken übertreiben, kann das ebenso krank machen, wie etwa ungelöste Trauer oder Wut. Umgekehrt gesagt können gefühlte und gelebte Emotionen wie, Trauer, Schmerz, Wut und Hass ebenso heilen, wie Lächeln, positiv Denken und Verzeihen, wenn es das ist, was auf der „Waagschale“ im Leben bislang zu kurz kommt. Deshalb erachte ich es als so wichtig für die Heilung Klienten dabei zu unterstützen sich selbst und die eigenen unbeeinflussten Ursprungsemotionen (wieder) zu finden und dabei keine „Richtung“ vorzugeben. Ihr Körper, Ihre Seele und Ihr Geist wissen genau, was es braucht. Sobald wir wieder kongruent mit uns selbst sind, sind wir gesund.
Es gibt keine schlechten Gefühle, sie alle haben uns etwas wichtiges zu sagen und wollen uns helfen. Es ist wichtig Ihre Botschaft zu hören, dann sind die „schlechtesten“ unter ihnen die größten Heiler.

Die Ringelblumensalbe ist fertig :)

Die Ringelblumensalbe ist fertig! 🙂
Dafür nehme ich Schweineschmalz und ausreichend Blüten um das Öl gut zu sättigen. Für ca. 250g Schweineschmalz benötigt man eine große Hand voll frischen Blüten. Diese werden ins heiße Fett gegeben und dort für 30-45 Minuten auf geringer Hitze simmern gelassen, dass sich die Inhaltsstoffe lösen. Vorsicht! Das Fett nicht zu heiß werden lassen, sonst gibt’s frittierte Ringelblume! 😉
Danach das ganze erkalten und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag das goldgelb gewordene Fett mit den Blüten erneut erwärmen, durch ein Sieb in Gläser füllen und verschließen.

Hilft bei Akne,Blutergüssen, Brandwunden, Ekzemen, Furunkeln, Geschwüren, Hämorrhoiden, Hautleiden, Insektenstichen, Krampfadern, Magen- und Darmstörungen, Menstruationsbeschwerden, Mundschleimhautentzündungen, Narbenwucherungen, offenen Beinen, Pilzerkrankungen, Quetschungen, schlecht heilenden Wunden, Schnittwunden, Sonnenbrand, Hautverbrennungen, Warzen sowie Windeldermatitis und Zerrungen.

Hinweis:
Dieser Beitrag ist lediglich zur Information gedacht und stellt keinen Ersatz für den Gang zum Arzt, Apotheker oder anderen Heilberufen dar. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist ein Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker zu Rate zu ziehen, ebenso um Fragen zur fachgerechten Anwendung zu klären.
Für die Eigenanwendung wird keine Haftung übernommen!

http://www.ringelblumensalbe.org/anwendungsbereiche-verwendung/

Die kleine Mimose kümmert

Die Seit einiger Zeit besitze ich ein Mimose und finde die Pflanze einfach nur schön und faszinierend. Ein leiser Windhauch, eine zarte Berührung und schon faltet Sie ihre Blätter schützend zusammen.
Seit kurzem kränkelt sie nun aber leider.
Tierchen oder andere Dinge, die ihr das Leben ersichtlich schwer machen, sind keine zu sehen. Der Topf in dem ich sie gekauft hatte schien langsam zu klein und so versuchte ich Sie zunächst einmal umzutopfen und mehr Erde und Raum für die Wurzeln zur Verfügung zu stellen.
Dennoch – Sie kümmert immer noch.
Ihrem Wunsch nach einem Standortwechsel bin ich nachgekommen. Vielleicht steht sie ja wirklich lieber an anderer Stelle. Hell, mit wenig direkter Sonne hatte sie zwar vorher schon, aber so Pflänzchen sind ja durchaus auch manchmal wählerisch.
Dazu kommt noch eine Behandlung mittels Energieübertragung mit den Händen und heilender Affirmationen, die ich passend herausgesucht habe. Was bei Mensch und Tier hilft, tut sicher auch den Pflanzen gut.
So wird sich das Pflänzchen hoffentlich doch noch bald erholen. 🙂

Sexueller Missbrauch und die Glaubwürdigkeit von Erinnerungen

Seit Jahren mache ich mich auch in meiner Freizeit stark für Kinder und Frauen, die sexuell missbraucht wurden. Jungen sind ebenfalls betroffen. Ich beziehe Stellung zum Thema, weil es wohl eines der größten Probleme unserer Zeit ist. Auch in dieser Region. Was organisierte Ausbeutung von Kindern, Gewalt und sexuellen Missbrauch betrifft fühlen sich die Täter hier pudelwohl, weil keiner den netten Nachbarn der ländlichen Idylle dafür fähig hält oder fähig halten will. Wie lange soll das noch so bleiben!? Wie lange wollen wir Tätern diesen Raum noch unangetastet zur Verfügung stellen!? Jedes 4. Mädchen und jeder 7. Junge sind davon Betroffen. Die Dunkelziffer ist riesig. In jeder Schulklasse befindet sich mindestens ein Kind, das sexuellen Missbrauch erlebt. D.h. jeder von uns kennt Betroffene. Nicht immer müssen offensichtliche Verhaltensauffälligkeiten darauf aufmerksam machen und es braucht viel Feingefühl die subtilen Botschaften überhaupt zu hören und vor allem auch die Bereitschaft und Offenheit für die Thematik. Kein Opfer will sich den Schmerz und den zusätzlichen Verrat antun, dann auch noch von den Menschen, von denen es sich Hilfe erhoffte, in Frage gestellt zu werden, sobald es sich öffnet. Im Schweigen bleibt wenigstens die Hoffnung darauf, dass geholfen worden wäre, wenn jemand gewusst hätte…
Sobald sich ein Opfer mit seiner Geschichte öffnet, ploppt oft wie automatisch auch die Frage nach der Glaubwürdigkeit auf, selbst wenn es nicht um eine Aussage für Polizei und Staatsanwalt geht. Bei den überwältigenden Fallzahlen und der noch viel größeren Dunkelziffer, wie viele von den Opfern sollen da noch lügen, wenn endlich das Schweigen gebrochen wird!? Entgegen dem Bild aus den Medien, ist die Zahl verschwindend gering. „Frauen würden die Geschichte oft nutzen, um bestimmte Ziele zu erreichen oder Aufmerksamkeit zu erregen!“, so hört man immer wieder. Menschen, die mir mit diesem Argument entgegen treten, entgegne ich dann immer: „Haben Sie selbst schon einmal versucht eine Traumatherapie zu finden oder jemanden der Ahnung hat und Ihnen wirklich mit diesem Thema helfen kann? Haben Sie versucht jemanden zu finden, der Ihnen mit diesem Thema einfach nur zuhört – egal ob als Helfender oder als Opfer?“ Aufmerksamkeit bekommt man mit dem Thema bestimmt nicht, dafür ließen sich bessere Themen finden. Allzu oft wird versucht die Überlebenden ins Schweigen zurückzudrängen, weil niemand Ihre Geschichte hören will und Vertraute vor Überforderung die Flucht ergreifen. Professionelle Hilfe von Ärzten, Psychotherapeuten und Facheinrichtungen ist so rar, dass es eine Mammutaufgabe ist die richtige Unterstützung zu finden, die oft Jahre in Anspruch nimmt, bevor geholfen wird!
Nach Studien dauert es im Durchschnitt 7 Jahre, bis Betroffene mit komplexen Traumafolgestörungen, mit den oft verschiedensten psychischen und physischen Symptomen richtig diagnostiziert und behandelt werden!

Oft sind betroffene Kinder übermäßig angepasst oder scheinen gut im Leben zu stehen und die Familien in denen es geschieht leben nach außen die Fassade der normalen gut bürgerlichen Familie. Charismatisch, liebevoll, beliebt.
Was sich hinter der Fassade abspielt bemerkt so leicht keiner.
Kinderseelen retten sich vor dem unausweichlichen Grauen oft indem Sie es „vergessen“.
Ein Schutzmechanismus der Seele.
Im Alltagsbewusstsein taucht die Gewalt, die Ihnen angetan wurde, nicht mehr auf.
Würde man diese Kinder fragen, ob Ihnen etwas zugestoßen ist oder es Schwierigkeiten in der Familie gibt, würde sie es allzu oft verneinen oder von Bilderbuchfamilien erzählen.
In der Psychotraumatologie nennt sich dieser Vorgang „Dissoziation“.
Durch einen Auslösereiz, der an das ursprüngliche Trauma erinnert können die Erinnerungen an den sexuellen Missbrauch auch erst nach Jahren oder Jahrzehnten wieder zum Vorschein kommen. Manchmal gelangen zunächst nur Splitter der abgespaltenen Erfahrung zurück ins Bewusstsein wie Puzzelstücke. Plötzlich auftauchende Gefühle, Körperempfindungen ein kurzes Bild, das nicht erklärt werden kann oder in der aktuellen Situation keinen Zusammenhang zu haben scheint treten auf.
In der Praxis erlebe ich oft, dass auch Betroffene an sich selbst zweifeln und sich fragen, ob Sie verrückt werden und sich das alles vielleicht doch nur einbilden. Das tun Sie nicht! Es geht dann darum sich gemeinsam behutsam dem inneren Erleben anzunähern. Bei starken inneren Zweifeln macht es Sinn sich alles unvoreingenommen gemeinsam anzusehen und die Klientin irgendwann zu einem späteren Zeitpunkt selbst entscheiden zu lassen, was davon für Sie stimmt und wie, ähnlich einem Puzzelspiel in dem das Gesamtbild erst am Schluss erkennbar wird und einzelne Puzzelstücke von Zeit zu Zeit neu platziert werden, weil Ihre Lage noch nicht stimmte. Was bleibt ist, dass Sie eine wichtige Botschaft zum Gesamtbild beitragen, dass man nur herausfinden kann, wenn man sich die Stückchen anschaut. Traumatische Erinnerungen haben einen sehr spezifischen Charakter, der sie von normalen Alltagserinnerungen unterscheidet und sie glaubhaft macht.
Ich möchte an dieser Stelle sagen, dass ich die Menschen die zu mir kommen ernst nehme! Ich glaube Ihnen und den Bildern und eindrücken Ihrer Seele! Mit aller Offenheit für die persönliche Problematik und das Ende der Reise, bin ich gerne bereit diese Menschen dabei zu unterstützen sich selbst zu finden.
Ich sage den Menschen, dass ich froh bin und mich für Sie freue, wenn sich nach der Betrachtung der inneren Bilder und Emotionen herausstellt, dass alles doch nicht stimmte und es doch nur ein böser Alptraum war.
Es ist bisher noch nie passiert!

Die Täterlobby schläft nicht und versucht immer wieder die Opfer in Ihrer Glaubwürdigkeit zu untergraben. Es wird beispielsweise behauptet, dass man sich an derart einschneidende Ereignisse immer erinnern würde oder später auftauchende Erinnerungen nur von Therapeuten eingeredet wurden.
Studien, sowie die traumaphysiologische und -psychologische Forschung beweisen das Gegenteil.
Zwei darf ich hier kurz aufführen.
In einer Studie von Linda Mayer Williams wurden 129 Kinder in der Notaufnahme untersucht und behandelt, nachdem Sie eindeutig sexuell missbraucht worden waren. Jahre später wurden Sie ausfindig gemacht und interviewt. 38 % hatten den sexuellen Missbrauch vollständig vergessen, obwohl gerade diese Frauen den höchsten Wahrscheinlichkeitsgrad aufwiesen sich zu erinnern, weil er behördlich angezeigt worden war.
Meiner Erfahrung nach vergessen Kinder oft bereits in dem Moment in dem es passiert, weil Sie es anders nicht ertragen könnten.
Dr. Judith Herman und Emily Schatzow untersuchten 53 Frauen, die sich erst als Erwachsene daran erinnerten sexuell missbraucht worden zu sein. Bei 74 % der Frauen ließen sich unabhängige Bestätigungen für den Missbrauch finden.

Wenn bei Ihnen immer wieder Fragmente auftauchen, die Sie nicht zuordnen können, plötzliche überschießende Emotionen oder Körperreaktionen, für die Sie aktuell keine Erklärung finden, nehmen Sie sich ernst. Ihre Seele möchte Ihnen etwas zeigen.
Körper und Seele lügen nicht!
Was es letztendlich ist, findet man nur heraus, wenn man anfängt sich ernst zu nehmen.

Gerne Helfe ich Ihnen weiter, wenn Sie fragen zu der Thematik haben und unterstütze Sie darin geeignete Hilfe zu finden.
Sie dürfen sich ganz unverbindlich an mich wenden!