Die wilde Karde und ihre Wirkung bei Borreliose

Die wilde Karde (Dipsacus sylvestris) auch Weberkarde, Weberdistel oder Waldkarde genannt, wächst auf kargen Böden gerne in der vollen Sonne und blüht herrlich blau. Der lateinische Name leitet sich von Dipsan=Durst ab. Sie speichert in den Mulden Ihrer Blätter Wasser, das in sehr trockenen Gegenden Menschen vor dem Verdursten retten kann.
Nach alter Überlieferung lebt im Blütenkopf ein Wurm, der zahnheilend wirken soll.
Getrocknete Blütenköpfe wurden in Webereien zum Kämmen und Bürsten von Stoffen verwendet.

Alte Überlieferungen die Karde als Mittel gegen Borreliose einzusetzen wurden nicht zuletzt auch durch den Pflanzenexperten Wolf Dieter Storl wiederbelebt, der diesem Thema ein ganzes Buch widmet.

Nach der Infizierung mit Borrelien dauert es zunächst eine Tage bis sich die Infektion, etwa durch die charakteristische „Wanderröte“, mit roten Flecken auf der Haut bemerkbar macht. Diese müssen jedoch nicht in „Bissnähe“ auftreten, sondern können am ganzen Körper lokalisiert sein. Bei über 50% der Betroffenen bleibt dieser frühe Hinweis ganz aus, was es erschwert die Behandlung so schnell wie möglich einzuleiten. Nach 4-6 Wochen zeigen sich dann als erste Manifestierung unspezifische, grippeähnliche Symptome wie Halsschmerzen, Nacken- und Kopfschmerzen, Muskel- und Knochenschmerzen, Müdigkeit und Erschöpfung. Husten und Schnupfen dagegen bleiben in der Regel aus.
Hinzukommen können Nervenmissempfindungen, Kribbeln, Brennen, Jucken, Zittern, Fieber, Seh- und Hörstörungen, Herz-Kreislaufbeschwerden, Durchfall oder Reizdarm und weitere Beschwerden.
Die Symptome können im Verlauf spontan zurückgehen und wieder aufflammen. Einer Ruhephase der Erkrankung folgt dann ein plötzliches Wiederaufkeimen. Selbst nach Monaten oder Jahren kann das Bakterium durch Stresssituationen, wie Trauma, Schwangerschaft, und andere Erkrankungen oder Belastungen, erneut reaktiviert werden.
Routine-Bluttests fallen in der Regel normal aus. Auch das Fehlen von erhöhten Entzündungsparametern und falsch negative Tests auf Antikörper gegen Borrelien kommen häufig vor. Die Diagnostik ist also oft schwierig.
In der schulmedizinischen Behandlung sind Antibiotika das Mittel der Wahl. Diese sind sorgfältig nach den Anweisungen des Arztes einzunehmen! Wer naturheilkundlich denkt, sollte lieber den restlichen Organismus in Absprache mit dem Behandler unterstützen, als die Antibiotikaeinnahme von vornherein gänzlich abzulehnen und Spätfolgen zu riskieren.
V.a. zu Beginn der Erkrankung ist schnelles Handeln gefragt. Da die Borrelien zum Teil in die Zelle wandern, sind sie dort angekommen, für die außerhalb der Zelle wirkenden Antibiotika nicht mehr erreichbar, was die Therapie erschwert und chronische Verläufe nach sich ziehen kann.
In diesem Fall und vor allem auch bei der chronischen Borreliose können verschiedene Naturheilmittel, wie die wilde Karde sehr hilfreich sein.

Aussagekräftige Studien zur Wirkung der Karde bei Borreliose gibt es bislang wenige. Die geschätzten Eigenschaften beruhen auf Erfahrungsheilkunde.
Die Karde wirkt antibakteriell und antifungal, blutreinigend, entgiftend und schweißtreibend. Zudem ist sie verdauungsstärkend und antientzündlich. In der Laborkultur konnte eine Forschergruppe der Universität Leipzig eine Substanz in der Wurzel der Pflanze nachweisen, die Borrelien im Wachstum hemmt.
In der Regel wird eine alkoholische Tinktur der Kardenwurzel oder ein Teeabsud aus derselben hergestellt. Hierfür werden nach altem Rezept die gesäuberten Wurzelstücke mit hochprozentigem Alkohol übergossen und einige Wochen stehen gelassen, ehe der Auszug zur Anwendung kommt. Für Tee werden 2 TL Wurzeln auf 1/4 Liter kaltes Wasser gegeben, welches zum Kochen gebracht wird. 10 Minuten ziehen lassen. Zwei Tassen pro Tag oder drei mal täglich einige Tropfen der Tinktur sollen ausreichend sein.
In der Regel wird die Kardenkur mit anderen Verfahren, wie etwa schweißtreibenden Anwendungen, ergänzt um die Zellen zu öffnen und die Erreger auszuleiten.

Erfahrungsberichte von Betroffenen machen selbst bei chronischen Verläufen Hoffnung auf die positive Wirkung der Karde bei Borreliose, vor allem wenn die Behandlung durch andere Anwendungen sinnvoll ergänzt wird.
Welche Pflanze und Methode grundsätzlich zur Behandlung oder begleitenden Anwendung bei Borreliose am besten geeignet und am wirkvollsten eingesetzt wird, hängt wohl letzlich nicht nur von den Inhalten und Wirkweisen der Pflanzenbestandteile oder Technik an sich, sondern auch von der ganz persönlichen Konstitution des/der Betroffenen ab, da die geistig-seelisch-körperliche Verfassung großen Einfluss auf unser Immunsystem nimmt, das durch die chronische Infektion stark belastet ist.
Die individuelle Planung der unterstützenden Maßnahmen zur Anregung der Selbstheilungskräfte und Therapiemöglichkeiten mit geschulten Fachkräften spielen also eine sehr wichtige Rolle für den Erfolg!

Hinweis:
Dieser Beitrag ist lediglich zur Information gedacht und stellt keinen Ersatz für den Gang zum Arzt, Apotheker oder anderen Heilberufen dar. Bei ernsthaften oder unklaren Beschwerden ist ein Arzt, Apotheker oder Heilpraktiker zu Rate zu ziehen, ebenso um Fragen zur fachgerechten Anwendung zu klären.
Für die Eigenanwendung wird keine Haftung übernommen!

Quellen:
Die Kräuter in meinem Garten – Siegrid Hirsch/Felix Grünberger – Freiya Verlag
Borreliose natürlich heilen – Wolf Dieter Storl – AT Verlag
http://www.borreliose.de/html/index.php?name=Sections&req=viewarticle&artid=82&page=1
http://www.phytodoc.de/heilpflanzen/wilde-karde-hilft-sie-wirklich-bei-borreliose

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